Donnerstag, 29. Dezember 2016

Ayass, ein Mann für unsere Nationalmannschaft?



Der libanesischstämmige Bulgare Samir Ayass soll laut libanesischen Medien vor einigen Monaten seinen libanesischen Pass in Bulgarien beantragt haben, um für die libanesische Nationalmannschaft aufzulaufen. 
Wer ist Samir Ayass? Der heute 26-jährige ist Sohn libanesischer Eltern, die nach Bulgarien emigrierten. Der Mittelfeldspieler ist in der Hauptstadt Sofia geboren und hat auch seine ersten Schritte im professionellen Schritten beim bulgarischen Traditionsclub ZSKA Sofia gemacht.

Ayass gab in der Vergangenheit oft zu, dass sein eigentliches Ziel die bulgarische Nationalmannschaft wäre, weil er eben dort geboren wurde und sein ganzes Leben in Bulgarien verbracht hat.

Und beinahe hätte es mit seinem Traum geklappt. Zwei Einsätze für die U21 gab es immerhin. Danach aber kam eine fünfjährige Funkstille zwischen ihm und den Verband Bulgariens, so dass er sich wohl nun dazu entschloss für den Libanon aufzulaufen.

Der zentrale Mittelfeldspieler hat in der höchsten bulgarischen Liga bisher 59 Einsätze gehabt. Dazu kommen noch 7 Tore und 7 weitere Torvorlagen.


Wie die Quelle berichtet, soll Nationaltrainer Miodrag Radulovic, Ayass eine Einberufung versprochen haben, wenn dieser sich für die libanesische Nationalmannschaft endgültig entscheiden würde.

Montag, 26. Dezember 2016

Libanesischer Geschäftsmann ließ seinen italienischen Club im Stich

Einige Zeit nach der Übernahme des Clubs Varese Calcio Mitte 2015 vom libanesischen Geschäftsmann Ali Zeaiter, soll dieser seinen Club, der zu dem Zeitpunkt von der zweiten in die dritte italienischen Liga abstieg im Stich gelassen haben und ihnen erst gar nicht die Lizenz für die dritte Liga beantragt haben.

Was uns ziemlich verborgen blieb ist, dass der Libanese sich schon nach sehr kurzer Zeit kein Interesse mehr an "seinem Verein" zeigte und ihn so zur Insolvenz zwang. Mit der Insolvenz zwang man auch den Verein zur Neugründung.

Dies hatte zur Folge dass der Traditionsverein aus der Lombardei nun nicht mehr in der dritten Liga spielte sondern den direkten Gang in die Viertklassigkeit antreten musste. Wäre der Verein in der dritten Liga, der Lega Pro geblieben, wäre Varese noch ein Verein mit Profistatus. So spielt man nun in der Serie D, die offizell die höchste Amateurliga ist.

Der Verein hätte normalerweise in der neunten Liga, der Terza Categoria starten müssen. Aber der italienische Verband gab dem Club die Chance sich in der vierten Liga zu finden.

Der Verein ist mittlerweile wieder in italienischen Händen. Der aktuelle Präsident heißt Gabriele Ciavarella.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Nejmeh zu einem Turnier in die Emirate?

Nejmeh Beirut hat ein offizielles Schreiben aus den Vereinigten Arabischen Emirate erhalten. Der emiratische Club Bani Yas lädt den libanesischen Verein zu einem Vorbereitungsturnier, welches im Januar 2017 stattfinden soll.

Die Spiele würden alle im emiratischen Free TV übertragen werden. Für Nejmeh Beirut wäre dieses Turnier eine wertvolle Erfahrung, vor allem für seine Spieler, die gegen Spieler antreten würden, die auf höherem Niveau spielen, als dass es der Fall im Libanon ist.

Teilnehmer wären Gastgeber Bani Yas, Zamalek & Al Ismaily (Ägypten), Al Marreikh (Sudan) und Esperance Tunis (Tunesien). Geplant ist es, dass man im "Jeder-gegen-Jeden"-Modus den Sieger dieses Turnieres herausfinden soll.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Nationalmannschaftsrückblick 2016

Die Nationalmannschaft hat ihr sportliches Jahr bereits vor einigen Wochen beendet. Grund genug für uns die Leistungen der Jungs mal genauer anzuschauen. Eine Nicht-Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist leider spätestens seit dem März klar. Die Jungs opferten sich bei der knappen Niederlage in Südkorea auf, gaben aber in Saida nachlässig das einen vor dem Spiel sicher geglaubten Sieg gegen Myanmar her.

Unter dem Montenegriner Miodrag Radulovic gab es in diesem Jahr 10 Länderspiele mit libanesischer Beteiligung. Davon waren 2 Pflichtspiele und der Rest bestand aus reinen FIFA-Freundschaftsspielen. Gewonnen wurde dabei lediglich ein einziges Länderspiel. Und zwar gab es Anfang September einen 2:0-Erfolg über Afghanistan in Beirut. Hinzu kommen noch 6 (!) Unentschieden und 3 Niederlagen.

Die drei Niederlagen kamen alle zu Beginn des Jahres. Und das alles nacheinander. Man musste sich im Februar in Freundschaftsspielen gegen doch spielerisch bessere Usbeken und Bahrainer mit jeweils 2:0 geschlagen geben. Und dann kam im März noch die knappe 0:1-Niederlage gegen Südkorea, die man aber sportlich gesehen verschmerzen kann, wenn man weiß was für ein Spielermaterial Südkorea hat und was für eines wir haben.

Nach dem Spiel gegen Südkorea aber, begann, vorsichtig ausgedrückt, was reine Ergebnisse anging, ein doch erfolgreiches Jahr. Den seit dem 29.03.2016 bis zu unserem letzten Spiel Mitte November gegen Jordanien hatte es die Nationalmannschaft geschafft nicht zu verlieren. 7 Spiele am Stück verließen Radulovic´s Aufstellungen den Platz nicht als Verlierer. Das ist unseren Informationen nach die längste unbesiegte Serie überhaupt. Mit dabei waren Gegner wie Dauergegner Jordanien & Palästina und auch der mehrmalige Afrika-Cup-Teilnehmer Äquatorial-Guinea.

In 10 Länderspielen gelangen unseren Jungs lediglich 6 Treffer. Dafür kassierte man aber auch 9 Gegentore. Natürlich sind es zu wenig eigene Tore. Aber aus dieser Statistik kann man lesen, dass alle Länderspiele immer knapp gehalten hat und nicht untergegangen ist, wie vor einigen Jahren, wo man in 3 Länderspielen Gegentore für 5 Jahre bekam.

Insgesamt ist aus Radulovic´s Statistiken zu lesen, dass er sehr viel Wert auf die Defensive legt. Was vielleicht unsere Nationalmannschaft in der Offensive stärken könnte, wäre die Rekrutierung spielerisch begabter Libanesen, die im Ausland für Furore sorgen, wie z.B. Amin Younes oder auch -wie wir aus libanesischen Insiderkreisen erfahren haben- Leonardo Kalil Abdala, der in Japan spielt.

Wollen wir hoffen, dass es unseren Jungs gelingt weiterhin unbesiegt zu bleiben und dass sie diejenigen sind, die das eine oder andere Tor mehr im Jahr 2017 erzielen.

Montag, 19. September 2016

Oumari-Brüder beenden Nationalmannschaftskarrieren




Wie wir aus sicheren Quellen erfahren haben, beenden sowohl Joan als auch Hassan Oumari ihre Nationalmannschaftskarrieren.

Man geht davon aus, dass es verschiedene Gründe für den Rücktritt der in Berlin geborenen Oumari-Brüder gibt. Einerseits spreche man von mangelnder Seriosität der Verantwortlichen, wie beispielsweise das nicht-Einhalten von Versprechen oder dass der Verband die Spieler bei Verletzungen finanziell nicht unterstütze.

Unabhängig davon, was man nun vom Rücktritt der beiden Brüder hält, ist die mangelnde Seriosität des Verbandes seit Ewigkeiten ein leidiges Thema und sorgt mit dafür, dass der Fußball im Land auf der Strecke bleibt.

Joan Oumari, hier im Einsatz gegen Kuwait.
Der 28-jährige Joan entwickelte sich schnell zum Stammspieler und wurde im Laufe der Zeit zu einem festen Bestandteil der Nationalmannschaft. Logischerweise war er aus der Innenverteidigung kaum noch wegzudenken. Er bestritt 9 Länderspiele im Dress der Nationalmannschaft und dabei gelangen ihm 2 Treffer. Das Erste beim 7-0 WM-Qualifikationssieg über Laos. Sein zweiter Treffer gelang ihm beim 1-0 Überraschungssieg über Mazedonien. Sein zwei Jahre älterer Bruder Hassan zählte zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft.

Hassan Oumari, der sich im Mittelfeld am wohlsten fühlt, ist momentan Vereinslos, nachdem er sich einvernehmlich von Nejmeh getrennt hat. Joan spielt aktuell für Sivasspor in der zweiten türkischen Liga und peilt mit diesen den direkten Wiederaufstieg an. Jedoch steht man nach vier Spieltagen mit vier Punkten auf einem relativ schwachen 12. Platz.

Mittwoch, 20. April 2016

Maatouk zu Al Nasr?

In den emiratischen und saudischen Sportportalen brodelt die Gerüchteküche um unseren Flügelflitzer Hassan Maatouk. Der 28-jährige Libanese steht dem Vernehmen nach kurz vor einem Wechsel zu Al Nasr aus Riad.

Maatouk spielt bereits seit Mitte 2012 in den Vereinigten Arabischen Emiraten und hat sich im arabischen Golf einen Namen gemacht. In den vier Jahren für Al Shaab, Ajman und Al Fujairah kam er auf 95 Spielen in der Gulf Pro League. Dabei kam er auf 22 Treffer. Ob nach dem Ende der Saison Maatouk weiterhin in den VAE auf Torejagd geht ist sehr unwahrscheinlich, da auch noch sein Vertrag in diesem Sommer auslaufen wird und sein Team kurz vor dem Abstieg steht.

Zu den Gerüchten selbst sagte Maatouk: "Bitte haltet mich aus den Gerüchten raus. Wir haben hier noch drei Spiele mit Al Fujairah zu absolvieren. Die sind lebenswichtig. Wir müssen diese Gewinnen um den Abstieg zu vermeiden. Was danach kommt werden wir dann sehen."

Maatouk wurde zu Beginn seiner Karriere in den Emiraten immer wieder mit europäischen Vereinen in Verbindung gebracht. Bei den Deutsch-Libanesen hielt sich damals das Gerücht um einen Wechsel Maatouk zum BVB sehr hartnäckig. Auch Vereine wie Olympique Marseille sollen damals interessiert gewesen sein.

In Saudi-Arabien hingegen ist man sich sicher, dass Maatouk den Platz des AFC-Ausländer´s bei Al Nasr belegen wird. Sollte er mit Al Fujairah den Klassenerhalt nicht sichern, ist es wohl sehr wahrscheinlich, dass er ins saudische Königreich wechseln wird.

Sonntag, 10. April 2016

Unsere Chancen auf die Teilnahme zum Asian Cup

Die WM-Qualifikation ist leider für uns nicht so gelaufen wie wir es uns gewünscht hatten und müssen und nun unseren ganzen Fokus auf die Teilnahme zur Asienmeisterschaft richten. Bisher ist es unserer Mannschaft nur ein einziges Mal gelungen an diesem Kontinentalwettbewerb teilzunehmen.

2000 war man Gastgeber und konnte sich somit die Gruppenphase sparen. Diesesmal aber will der Libanon es aus eigener Kraft schaffen sich für den größten asiatischen Wettbewerb zu qualifizieren.

Unser Vorteil

Unser Vorteil besteht aktuell darin, dass wir nicht in die Play-Offs für die Asienmeisterschaftsqualifikation müssen. Da wir den zweiten Platz belegt haben, kommen wir direkt in die dritte Runde dieser Qualifikation rein.

Ein weiterer und vermutlich der größte Vorteil ist, dass wir in den nächsten Runden nicht auf Asiens Top Fussballnationen treffen können. Damit steigt aber auch unsere Chance erheblich 2019 in VAE dabei zu sein.

Die Nationen die sich bereits direkt qualifiziert haben und somit nicht auf unsere Jungs treffen sind: VAE (Gastgeber), Katar, Südkorea, Japan, Australien, Syrien, Iran, Thailand, Saudi-Arabien, Usbekistan, Irak und China

Kenner der asiatischen Fussballszene wissen, dass diese aufgeführten Nationen in der Regel den Fussball in Asien mitbestimmen. Thailand und Syrien jetzt vielleicht mal ausgenommen.

Unser Nachteil

Der größte Nachteil besteht wohl darin, dass wir unsere Legende Roda Antar verloren haben. Auch wenn er mittlerweile ein sehr hohes Fussballalter erreicht hat, war er immerhin im zentralen Mittelfeld für die Stabiliserung der Defensive zuständig. Die Hoffnung, dass der Verband in den nächsten Monaten Spieler wie Amin Younes und andere dauerhaft an sich bindet ist nicht sehr hoch, aber der Verband muss sein möglichstes tun, um der Nationalmannschaft einen neuen Level geben zu können.

Auf diese Gegner könnten wir mit Pech treffen und dann doch noch rausfliegen, sollten wir uns wirklich dumm anstellen: Bahrain, Jordanien, Kuwait, Nordkorea, Oman und sogar Palästina, die seit dieser Qualifikation Palästinenser aus Südamerika nominieren.

Gedankenspiele

In der dritten Runde werden insgesamt 24 Nationen sein, die in 6 Gruppen aufgeteilt werden. Von jeder Gruppe qualifizieren sich zwei Nationen für die Asienmeisterschaft. Wir wissen nicht nach welche Kriterien die AFC die Gruppen aufteilt, aber eine vermeintlich einfache wäre es mit Ländern wie Jemen, Timor Leste und Bhutan in einer Gruppe zu sein. Allein wenn man sich die Namen nur mal anhört, rechnet man fest mit einen der ersten beiden Plätze. Das wichtigste ist, dass sich unsere Jungs für Asien qualifizieren. Wie, ist egal.

Freitag, 1. April 2016

Kdouh zieht weiter

Mohamad Kdouh, der vor einigen Jahren noch als großes Talent galt - gemessen an libanesischen Verhältnissen - kommt weiter in der Welt rum. Nach zwei Jahren bei FK Suduva (Litauen) und weiteren Stationen bei FC Ilves (Finnland) und KF Vlaznia Shkoder (Albanien), ist er nun bei Persela Lamongan in Indonesiens erster Liga gelandet.

Wie schon erwähnt galt Kdouh während seiner Zeit als Jugendspieler für Nejmeh als großes Talent. In einem internationalen Turnier, an dem unter anderen der FC Bayern München und Chelsea London teilnahmen, glänzte Kdouh mit guten Leistungen. Seine bisher einzigen beiden Länderspiele absolvierte er übrigens während der Westasienmeisterschaft 2013 in Katar.

Nach knapp 3 Jahren in Europa zieht es Kdouh also wieder nach Asien. In der indonesischen Liga sind bisher 2 Spiele gespielt. Kdouhs neues Team konnte ein Spiel für sich entscheiden, wohingegen das zweite Spiel verloren wurde.

Seine eindeutig beste Zeit hatte er bei Suduva in Litauen. Wir hoffen, dass er daran wieder anknüpfen kann und dass er endlich sein Glück findet.

Leistungsdaten:

2011-2013 Al Nejmeh SC (Libanon) - 7 Einsätze - 1 Tor
2013-2015 FK Suduva (Litauen) - 37 Einsätze - 11 Tore
2015-2015 FC Ilves (Finnland) - 7 Einsätze - 1 Tor
2015-2016 KF Vlaznia Shkoder (Albanien) - 4 Einsätze - kein Tor

Nationalmannschaft - 2 Einsätze - kein Tor

Dienstag, 29. März 2016

Libanon enttäuscht auf ganzer Linie

Roda Antar, der heute sein letztes Länderspiel bestritt.

Im achten und letzten Gruppenspiel für die Qualifikation zur WM 2018 in Russland und der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam unsere Nationalmannschaft in Saida nicht über ein enttäuschendes 1-1 gegen Myanmar hinaus.

Radulovic schickte unsere Mannschaft in einem offensiven 4-5-1 aufs Feld. Als Spitze agierte Thailand-Legionär Soony Saad, der von Hassan Maatouk und Mohamad Haidar flankiert wurde. Zudem rückte Roda Antar wieder in die Startaufstellung, der die Mannschaft unter anderem als Kapitän anführte und am heutige Tag sein letztes Spiel im Trikot unseres Landes bestritt. Bis auf diese Veränderung, schickte Radulovic die selbe Mannschaft aufs Feld, die auch schon gegen Südkorea agierte.

Das Spiel begann schleppend. Unsere Jungs fanden in der Anfangsphase der Partie kein Mittel gegen die tiefstehenden Burmesen, die lediglich mit Kontern versuchten Nadelstiche zu setzen. Zu großen Teilen des Spiels waren wirklich 11 Burmesen hinter der Mittellinie und verteidigten mit Mann und Maus. Unsere Mannschaft hatte zwar erwartungsgemäß viel Ballbesitz, den man jedoch nicht in Chancen umwanden konnte. Wir haben es schlichtweg nicht geschafft Chancen zu kreieren. Im letzten Drittel der Hälfte fehlte unseren Spielern die entscheidende Aktion und stieß man immer wieder auf einen tiefstehenden Block von Myanmar-Verteidigern. Insgesamt eine ausgesprochen schwache erste Halbzeit. Zudem wirkte es, als dass unsere Mannschaft die Burmesen unterschätzt habe. Man hat sich das Spiel sicherlich leichter vorgestellt. Die erste Halbzeit lässt sich jedenfalls wie folgt zusammenfassen: Myanmar wollte nicht. Wir konnten nicht.

Die zweite Halbzeit begann und wir setzten uns noch tiefer in der Hälfte Myanmars fest, jedoch wieder ohne die eine zündende Idee, die den Myanmar-Block brechen könnte. Nun erspielten wir uns immerhin Chancen, die aber auch hier zu schlampig zu Ende gespielt wurden. Die Jungs im Zederntrikot vergaben Chance um Chance und waren einfach nicht konsequent genug in ihren Abschlüssen.

In der 57' Minute wurde zudem Roda Antar ausgewechselt, der, wie schon erwähnt, sein letztes Spiel für die Nationalmannschaft bestritt. Für ihn erhob sich das ganze Stadion und auch der Kommentator stimmte Lobeshymnen auf den wohl größten libanesischen Spieler aller Zeiten an, der mit 20 Länderspieltoren zudem der erfolgreichste Torschütze unseres Landes ist. An dieser Stelle wünschen auch wir alles, alles gute für den weiteren Weg!

Wieder zum Spiel - unser Spiel war, wie gewohnt, sehr auf die Flügel ausgelegt und so war es auch kein Wunder, dass immer wieder Hassan Maatouk gesucht wurde. Zu Maatouk kann man ohne schlechtes Gewissen sagen, dass er der einzige Spieler war, der konstant Gefahr ausstrahlte und von kaum einem Burmesen gestoppt werden konnte. Ihm fehlte lediglich das Glück. Sein Partner auf der anderen Seite, Mohamad Haidar, glänzte eher mit körperlosen und inkonsequenten Aktionen, auch wenn er teilweise gute Offensivaktionen hatte.

In der 73' Minute geschah das, womit keiner gerechnet hat. Die erste richtige Offensivaktion Myanmars führt gleich zum 0-1. Hier muss man den Burmesen aber auch Respekt zollen, die das Tor über eine starke Ballstafette eingeleitet hatten. Zum ersten Mal hat unsere Abwehrreihe geschlafen und direkt wurde das bestraft. Das ist Fußball und auch gegen Länder wie Myanmar darf man nicht schlafen. Die bis hierhin enttäuschende Leistung wurde also mit einem Gegentreffer gekrönt. Die Enttäuschung in Saida war förmlich spürbar. Wir lagen knapp 15 Minuten vor Ende der Partie gegen Myanmar zurück und das vor heimischer Kulisse. Unfassbar!

Kurz nach dem Gegentreffer wechselte Radulovic. Für den bis dahin sehr schwachen Adnan Haidar brachte er Wolfsburgs Hilal El Helwe und unsere Mannschaft warf inzwischen fast alles nach vorne, doch auch hier wieder ohne Glück und ohne Treffer. In der 86' Minute flog dazu noch ein Spieler Myanmars mit gelb-rot vom Platz. Wenn nicht jetzt, wann dann? Dann geschah es - in der 88' Minute setzte sich Hassan Maatouk auf der rechten Seite durch und brachte den Ball hoch in den 16er, wo Hilal El Helwe goldrichtig stand und sein erstes Tor für unsere Nationalmannschaft erzielte. Endlich! Besser spät als nie, aber ging da noch etwas? Doch bevor dies geschehen konnte, flog Joan Oumari mit glatt rot vom Feld. Er soll einen Spieler Myanmars mit der Hand im Gesicht getroffen haben und als dieser sich dann "schmerzverzerrt" auf dem Platz rollte und den Ball unter sich versteckte, kam Oumari und tritt gegen den Ball, um diesen aus der Umklammerung des Gegners zu lösen. Meine persönliche Meinung dazu? Der angebliche "Faustschlag" war ein Witz. Lächerliche Aktion des Burmesen, der versucht hat Zeit zu schinden, Andererseits auch nicht unbedingt clever von Oumari, der in dieser Situation etwas mehr Ruhe und Geduld hätte zeigen müssen.

In der 93' Minute erhielten wir schließlich noch einen Freistoß in aussichtsreicher Position, den Maatouk an die Latte hämmerte. Mensch, das wärs gewesen! Im Anschluss und auch schon vorher ließen sich die Burmesen nur noch fallen, um Zeit zu schinden, was wohl jede Mannschaft in der Situation getan hätte. Der Schiri pfiff nach 10 Minuten Nachspielzeit ab. 1-1 gegen Myanmar, wer hätte das vor dem Spiel gedacht? Der Ausgleichstreffer El Helwes wendete die ganz, ganz große Blamage ab, aber nichtsdestotrotz ist dieses Ergebnis eine unglaubliche Enttäuschung und von Blamage kann man immer noch durchaus sprechen.

Damit sind wir wohl raus aus dem Rennen für die WM. Wir werden uns wohl "nur" mit der Asienmeisterschaft begnügen müssen, wobei man auch nicht vergessen darf, dass auch dies für uns schon ein Erfolg ist. Schade und traurig ist es aber deshalb, da wir es im Grunde in der eigenen Hand hatten, uns es aber selber versaut haben. Das dumme Gegentor in der letzten Minute gegen Südkorea und diese katastrophale Vorstellung heute, haben uns aus dem Rennen für die WM geworfen.

Aufstellung:

Mehdi Khalil - Yousef Mohamad (98' gelbe Karte), Joan Oumari (92' rote Karte), Mohamad Zein Tahhan (19' gelbe Karte), Walid Ismail - Abbas Atwi, Roda Antar (C), Adnan Haidar, Hassan Maatouk, Mohamad Haidar (38' gelbe Karte) - Soony Saad

Wechsel:

57' Antar raus - Chaaito rein
77' Haidar raus - El Helwe (88' Tor) rein
81' Atwi raus - Al Kurdi rein

Montag, 28. März 2016

Kuwait behält seine Punkte

Schlechte Nachrichten für den libanesischen Fussball. Laut Al Jadeed und dem französischen Nachrichtendienst AFP (Agence France Press) wird Kuwait auch bei einer kompletten Suspendierung weiterhin seine Punkte behalten um ihnen die Chance, bei einer
zukünftigen Aufhebung der Sperre, an der Asienmeisterschaft teilzunehmen nicht wegzunehmen.

Da Kuwait auch seine letzte Partie nicht spielen kann, wird es bei seinen 10 Punkten bleiben. Wir haben allerdings mit einem Sieg morgen in Saida gegen Myanmar auf Platz 2 zu springen. Dieser wird uns allerdings leider nicht mehr viel bringen in Hinblick auf die weitere WM-Qualifikation.

Wir hätten nach einem Sieg über Myanmar zwar 13 Punkte, davon müsste man aber gleich wieder 6 abziehen, da wir diese gegen den Tabellenletzten Laos geholt haben. Um zu den vier besten Gruppenzweiten zu gehören hätten wir mindestens 11 Punkte gebraucht, die wir so leider nicht mehr hätten. Ein Platz als einer der vier besten Gruppenzweiten hätte uns die dritte Runde der WM-Qualifikation und gleichzeitig die direkte Teilnahme an der Asienmeisterschaft 2019 in den Vereinigten Arabischen Emirate gesichert.

So sieht es leider danach aus, dass wir 1. keine Chance mehr auf die WM in Russland haben und wir uns 2. nicht direkt für die Asienmeisterschaft qualifizieren werden. Wir werden direkt als Gruppenzweiter uns immerhin die Play-off´s der Asienmeisterschaftsqualifikation sparen und direkt in der dritten Runde starten.

Unser größtes Problem ist es, dass wir gegen Kuwait und Korea genug gepunktet haben. Lediglich 1 Punkt springt leider hier bei raus. Kuwait hingegen hat 4 Punkte gegen uns geholt und Südkorea bekanntlich alle 6. Gegen Myanmar, deren Spiele für uns in die Wertung miteinfließen werden, haben wir in einem Spiel 3 volle Punkte geholt. Drei weitere werden hoffentlich morgen noch folgen.

Sonntag, 27. März 2016

Libanon gegen Myanmar

WM/AFC Qualifikation

Libanon - Myanmar 14:00 UHR

Sender: beIN Sports 2HD

Das letzte Gruppenspiel steht uns bevor. Wir spielen am DIENSTAG (29.03.2016) gegen Myanmar um 14 UHR Mitteleuropäischer Zeit! Aktuell hat es OFFIZIELL nur beIN Sports auf seinen Tagesprogramm aufgenommen. Es wird aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch Al Kass übertragen. Die haben aber kein Wochenprogramm, sondern es entscheidet sich von Tag zu Tag was man sendet.

Für die nächste Runde der Asienmeisterschaftsqualifikation sind wir zu 100% weiter. Wie es mit der WM-Qualifikation, die ja einen der vier besten 2.Plätzen braucht, müssen wir abwarten. Alles hängt davon ab wie die FIFA und das IOC Kuwait behandeln. Alle Punkte von Kuwait abziehen und dafür statt 7 Punkte 12 für den Libanon?

Für diejenigen die zufällig im Libanon sind und sich das Spiel anschauen wollen. Es findet nicht im Beirut statt, da dort die Reperaturen nur schleppend vorangehen. Wie in den letzten Spielen wird das Stadion von Saida herhalten müssen.

Freitag, 25. März 2016

Gibt´s noch Chancen auf die WM?

Kann Libanon die dritte Runde der  FIFA WM Qualifikation noch erreichen?

Aktuell: Nein

Aber wenn die FIFA Kuwaits Ergebnisse annulliert, dann besteht die Chance die nächste Runde zu erreichen zu 90%.

Warum?
39 Mannschaften: 7 Gruppen mit á 5 Mannschaften, 1 Gruppe mit 4 Mannschaften.
Somit gilt für die Tabelle der vier besten Zweitplatzieren, dass die Resultate gegen den letzten nicht mitgerechnet werden.

Die 8 Gruppenersten & die 4 besten Zweiten kommen in die 3 Runde der WM Qualifikation und qualifizieren sich gleichzeitig für den Asien Cup 2019.

Mit einem Sieg gegen Myanmar am kommenden Dienstag hat Libanon 13 Punkte. ABER da wir 5 Mannschaften in der Gruppe sind, werden die beiden Siege gegen Laos nicht mit in die Tabelle der Zweitplatzierten einberechnet. Somit haben wir 7 Punkte und dies würde fürs weiterkommen nicht reichen.

Aber sollte wie gesagt Kuwaits Ergebnisse nicht gezählt werden, hat Libanon dann 12 Punkte (Myanmars Spiel mit Sieg einbezogen)

So hätte Libanon sehr gute Chancen weiterzukommen.

Warum 90%?
- Oman und China bereits raus (können maximal 11 Punkte erreichen)
- Syrien darf nicht gegen Japan in Japan gewinnen (Syrien hat 12 Punkte) und wir müssen eine bessere Tordifferenz haben.
-Jordanien darf nicht gegen Australien in Australien gewinnen (Jordanien 10 Punkte)

Donnerstag, 24. März 2016

Südkorea tötet libanesischen Traum in der Nachspielzeit

Im Rahmen der WM/AFC-Qualifikation kassieren unsere Jungs um Nationaltrainer Miodrag Radulovic vor 30.000 Zuschauern in Ansan, Südkorea eine überaus empfindliche und knappe 0:1-Niederlage, die man nach einem Kampf leider nicht erwartet hatte.

Radulovic setzte auf die Legionäre Hassan Maatouk, Soony Saad, Adnan Haidar, Walid Ismail und Joan Oumari die von Beginn an auf dem Platz standen. Auf der Bank fanden sich noch der Wolfsburger Hilal El-Helwe und Oldie Roda Antar. Als Kapitän führte uns Youssef Mohamad aufs Feld.

Südkorea war zwar von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, doch unsere Jungs konnten sehr gut mithalten. Radulovic ließ wie erwartet sehr defensiv spielen um eben zumindest die Null zu halten der uns dann den wahrscheinlich auch nicht eingeplanten Punkt mitzunehmen. Südkorea erarbeitete sich hier und da ihre Chancen, aber die Abwehr und Torhüter Mehdi Khalil standen eigentlich die gesamten 90 Minuten ganz gut und ließen so die Südkoreaner zur Verzweiflung kommen.

Kommen wir zu den letzten Minuten, da uns leider auch die Kraft nach diesem unnötigen Gegentor über das Spiel noch ausführlicher zu unterhalten. Der Chinesische (!) Schiedsrichter Ma Ning ließ ganze vier Minuten nachspielen, obwohl es eigentlich bis auf eine ganz kurze Spielunterbrechung weder das Spiel unfair ablief noch es in unseren Augen ein Bedarf nach vier Minuten Nachspielzeit gegeben hätte.

Und es kam trotzdem wie es kommen musste, Adnan Haidar versuchte vor der eigenen Ecke Zeit zu schinden. Er verlor den Ball gegen zwei Koreaner und dieser trullerte weiter in Richtung Mohamad Zein Tahhan, dieser versuchte zu klären, aber leider landet sein kläglicher Klärungsversuch kurz vor dem eigenen 16er direkt in die Füße eines Koreaners, der es sich nicht nehmen lässt in das Strafraum reinzulaufen um dann zum Torschützen Lee Yeong Hyeop querzulegen, der dann den Ball flach in die rechte Ecke reinhaut.


Man fragt sich eigentlich warum gerade bei einem Spiel zwischen einem heimischen ostasiatischen Land dass gegen ein westasiatisches spielt, einen osasiatischen Schiedsrichter holt, statt einem Schiedsrichter aus Zentralasien oder Australien.

Wie dem auch sei, die Chancen auf die Weltmeisterschaft sind drastisch gesunken. Das liegt daran, dass wir nicht zu den besten Gruppenzweiten gehören. Außer alle Spiele Kuwait´s werden noch annuliert und wir dann 6 Punkte zusätzlich erhalten. Für die Asienmeisterschaft könnten wir, wenn wir uns nicht dumm anstellen, uns noch qualifizieren.

Aufstellung: Mehdi Khalil, Youssef Mohamad, Mootazbellah Jounaidi, Joan Oumari, Nour Mansour, Walid Ismail, Mohamad Zein Tahhan, Hassan Maatouk (90. Mohamad Sblini), Abbas Atwi (73. Roda Antar), Adnan Haidar, Soony Saad (80.Hilal El-Helwe)

Mittwoch, 16. März 2016

Roda Antar zu Heimatclub?


Es scheint so, als würde sich Roda Antar's lange internationale Karriere sich dem Ende zu neigen. So wollen es jedenfalls libanesische Insider erfahren haben.

Der 35-jährige Mittelfeldspieler soll laut den Quellen zurück zu seinem Heimatverein Tadamoun Sour wechseln und dabei dem Verein helfen wieder in die erste Liga aufzusteigen. Auch dabei helfen will Antar, dass in Sour sich mehr Leute im Fußball professionalisieren.

Anfang der 2000er Jahre als junger aufstrebender Nationalspieler aus Sour zum HSV gewechselt und vom damaligen Trainer Klaus Toppmöller zum ersten Mal in der Bundesliga am 11.08.01 gegen 1860 München eingesetzt. Seinen ersten Treffer feierte er am 02.03.02 gegen den 1.FC Nürnberg. Seine Karriere startete dort und sollte die erfolgreichste libanesische Fußballerkarriere werden.

Insgesamt kommen 187 Einsätze in der 1.&2.Bundesliga für Hamburg, Köln und Freiburg für Antar zu Buche. 35 Treffer und 15 Vorlagen konnte der Libanese beitragen.

Seinen größten Erfolg feierte er nicht in Europa, sondern in Fernost. Nach China wechselte Antar Anfang 2009 als es in Köln nicht mehr laufen sollte. Mit Shandong feierte er 2010 souverän die Meisterschaft und spielte mit diesem Team im Jahr danach in der AFC Champions League, dem höchsten asiatischen Wettbewerb.

In China kam Antar für Shandong, Jiangsu und zuletzt bei Hangzhou auf insgesamt 158 Spiele, 35 Toren und 4 Torvorlagen.

Auch sein Werdegang bei der Nationalmannschaft scheint geklärt zu sein. Laut unseren Informationen wird Roda Antar, soweit er in den Libanon zurückkehrt, entweder die Nationalmannschaftskarriere beenden oder als Back-up und nicht mehr so oft im Vordergrund für die "Zedern" auf dem Platz stehen.

Antar's Erfolge:
Aufstieg in die Bundesliga (1.FC Köln) 07/08
Chinesischer Meister (Shandong) 09/10
Asienmeisterschaftsteilnehmer (Libanon) 2000


Samstag, 5. März 2016

Schwere Zeiten für Oumari und Sivasspor

Seit seinem Wechsel von der zweiten Bundesliga in die SüperLig zu Sivasspor hat der libanesische Nationalspieler Joan Oumari alle möglichen Spiele von Anfang an gemacht. In diesen sieben gespielten Spiele für Sivas konnte Oumari und seine Mitspieler nur ein Spiel gewinnen und ein weiteres mit einem Unentschieden beenden.

Die restlichen fünf Spiele gingen alle verloren. Die herbste Niederlage war nicht die gegen Galatasaray (3:1) sondern zwei Wochen danach gegen Osmanlispor, wo man mit 4:0 unterging.

Aktuell belegt man einen Abstiegsplatz und ist 5 Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Zu türkischen Journalisten sagte Oumari, dass er sich in der Türkei sehr wohlfühle und seine Kollegen ihn auch dabei geholfen haben sich besser ins Team einzufügen. Er hofft dass in den nächsten Wochen er und sein Team noch das Ruder rumreißen können und hat die Fans gebeten die Mannschaft noch stärker zu unterstützen als sonst um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

In der Saison 2015/2016 hat Joan Oumari 12 Spiele in der zweiten Bundesliga gespielt, 2 Spiele im DFB Pokal gemacht und aktuell 7 in der SüperLig, der höchsten Liga der Türkei, gespielt.

Freitag, 4. März 2016

Vorläufiger Kader für Südkorea & Myanmar

Nationaltrainer Miodrag Radulovic hat 13 einheimische Spieler zu einem kleinen Trainingslager eingeladen um sie auf die Partien gegen Südkorea und Myanmar vorzubereiten. Das Training findet in Beirut statt und wird erstmal ohne die Spieler von Al Ahed und Tripoli stattfinden, da beide Teams noch am AFC Cup teilnehmen müssen.

Der Kader

Torhüter: Mehdi Khalil (Safa), Ahmad Taktook (Nejmeh)

Abwehr: Youssef Mohamad (vereinslos), Mootazbellah Jounaidi (Ansar), Mohamad Zein Tahhan (Safa), Hassan Oumari (Nejmeh), Mahmoud Kojok (Racing)

Mittelfeld: Ahmad Jaloul (Safa), Ghazi Hneineh (Racing), Mohamad Haidar (Safa), Abbas Atwi (Nejmeh), Omar Al Kurdi (Safa)

Sturm: Mahmoud Sblini (Nejmeh)

Nach den Partien von Tripoli und Al Ahed im AFC Cup werden auch die Spieler beider Clubs nachkommen. Die Legionäre aus dem Ausland werden ca. 10 Tage vor den Spielen eintreffen. Am 24/3 müssen unsere Jungs nach Südkorea und am 29/3 erwarten wir zuhause Myanmar.

Sonntag, 21. Februar 2016

Libanesische Vereine gehen international

Die libanesischen Vereine um Al Ahed Beirut und Tripoli AC dürfen in diesem Jahr den Libanon im diesjährigen AFC Cup 2016 vertreten. Und an diesem Dienstag (23/02) geht es bereits für beide mit einem Auswärtsspiel los.

Der nordlibanesische Verein Tripoli muss gegen den irakischen Club Naft Al Wasat. Da aber die Lage im Irak nicht ganz so stabil scheint, wird das Spiel in Teheran, der Hauptstadt des Iran stattfinden. Das Spiel findet um 12:30 Uhr im 8500-fassenden Shahid Dastgerdi Stadion statt. Um überhaupt in die Gruppenphase zu kommen musste Tripoli Vorarbeit leisten. In der Qualifiaktion zur Gruppenphase konnte man nach Elfmeterschiessen Alay Osh aus Kirgisistan schlagen.

Tripoli setzt dabei auf seine beiden Ausländer Michael Helegbe (Ghana) und Mohammed Estanbeli (Syrien). Helegbe hat Erfahrungen in Norwegen, Belgien, Frankreich und in seiner Heimat sammeln können. Estanbeli war in Saudi-Arabien, Irak und dem Iran aktiv.

Für den Beiruter Club Al Ahed hingegen geht die Reise nach Turkmenistan. Gegner dort wird Altyn Asir sein. Das Spiel findet um 13:00 Uhr statt. Al Ahed dürfte gegen den turkmenischen Verein der klare Favorit sein. Neben einigen Libanesen die regelmäßig in der Nationalmannschaft sind wie unter anderem Hussein Awada, Haitham Faour und Hussein Dakik setzt man auf drei weitere Ausländer. Diese sind: Abdulrazaq Al Hussein (Syrien), Youssef Mouhibi (Tunesien) und Mamadou Drame (Senegal). Vor allem Mouhibi sticht in diesem Dreierteam heraus, da er anscheinend für diese Spielzeit 300.000 US Dollar im Voraus von Al Ahed erhalten haben soll.

Obwohl man im Libanon in der Liga mit nur zwei Ausländern spielen darf, holte sich Al Ahed eine Sondergenehmigung, da man sehr gute Aussichten auf ein Weiterkommen hat.

Sonntag, 14. Februar 2016

Nationalmannschaft verliert gegen Usbekistan

Die Fussballnationalmannschaft hat heute ihr zweites Testspiel in diesem Jahr gegen Usbekistan, welches auf dem Trainingsgelände der Nationalmannschaft von VAE stattfand, mit 0:2 verloren.

Das Spiel, welches ohne Zuschauer stattfand, nutzte Coach Radulovic um den einheimischen Spielern eine Chance zu geben. Lediglich Adnan Haidar vom norwegischen Club HamKam war als einziger Legionär dabei.

Die Partie begann denkbar ungünstig. Direkt nach 5. Minuten fiel der erste Treffer für die Usbeken und machte somit die Taktik die Radulovic zu Beginn der Partie ausgab zunichte. Aber auch das Schiedsrichtergespann soll nicht glücklich agiert haben. In der 35.Minute soll man einen Elfmeter für das Team aus Zentralasien gepfiffen haben, den unsere Jungs für nicht gerechtfertigt hielten. Es kam sogar soweit, dass unsere Jungs das Spielfeld verlassen wollten.

Erst einmal beruhigt, ließen sich unsere Jungs auf den Platz bringen. Der fälligen Elfmeter hält Keeper Mehdi Khalil, doch der Schiedsrichter entscheidet sich den Elfmeter neu auszuführen. Und beim zweiten Mal ließen sich die Usbeken nicht bitten und trafen somit zum 2:0, welches am Ende auch der Endstand sein sollte.

Aufstellung: Mehdi Khalil, Youssef Mohamad, Mootazbellah Jounaidi, Mahmoud Kojok, Mohamad Zein Tahhan, Nour Mansour, Adnan Haidar, Mohamad Haidar, Ahmad Jaloul, Mahmoud Sbilini, Hassan Chaaito

Futsal-NM scheitert in der Gruppenphase

Unsere Futsalnationalmannschaft hat es leider nicht geschafft. In der Asienmeisterschaft in Usbekistan sind unsere Jungs nach zwei Unentschieden nun mit dieser heutigen Niederlage gegen Gastgeber Usbekistan rausgeflogen. Es setzte es eine erwartende 2:0-Niederlage.

Nach zwei Unentschieden gegen Saudi-Arabien und Kirgisistan, die eigentlich nicht so geplant waren, musste heute ein Sieg gegen die im asiatischen Bereich sehr starke usbekische Futsalnationalmannschaft her. Der leider so nicht eintraf.

Am Ende heißt es für unsere Jungs dass man den dritten Platz vor Saudi-Arabien belegt, der leider nicht dazu berechtigt in die nächste Runde zu kommen. Damit heißt es auch, dass sich unsere Jungs folglich nicht mehr die Chance haben sich für die Weltmeisterschaft in Kolumbien zu qualifizieren.

Die Torschützen für unsere Mannschaft in dieser Asienmeisterschaft waren Mohammad Kobeissi (2), Ali Tneich (2), Ali Zeitoun (1), Abdulaziz Al Alouni (1) und Ahmad Kheiredinne (1).

Freitag, 5. Februar 2016

Libanon unterliegt Bahrain im Testspiel

Die libanesische Nationalmannschaft hat ihr erstes Länderspiel 2016 in Manama gegen die Nationalmannschaft von Bahrain mit 0:2 verloren. Dabei setzte Coach Miodrag Radulovic nur auf einheimische Spieler. Lediglich Roda Antar, der zuletzt in China kickte, war als Legionär mit von der Partie.

Leider gab es keine Möglichkeiten sich ausführlich über das Spiel zu äußern, da der gegnerische Trainer Sergio Batista darauf bestand, dass das Spiel nicht übertragen wird. Von Libanesen die in Bahrain leben, durften wir erfahren wie ungefähr die Aufstellung aussah und wie der Montenegriner sein Team während des Spiels we
chselte.

Auch wenn das Ergebnis nicht so schön ist, sollte man es nicht auf die hohe Glocke hängen. Erstens spielen viele Jungs zum ersten Mal im A-Team. Zweitens waren bis auf Roda Antar nicht ein einziger Legionär auf dem Platz. Noch dazu können sieben Wechsel - was in einem Freundschaftsspiel völlig normal ist - nicht positiv auf die Spielgestaltung ausmachen.

Die Mannschaft um Trainer Radulovic hat noch etwas mehr wie ein Monat Zeit sich auf das sehr wichtige Spiel in Südkorea und zuhause gegen Myanmar vorzubereiten. Und wir sind uns sicher, dass das Team mit all seinen Legionären ein ganz anderes Spiel an den Tag legen wird.

Die Aufstellung unserer Jungs sah folgendermaßen aus:

Mehdi Khalil (46´Hassan Bitar), Youssef Mohamad, Nour Mansour, Mohamad Zein Tahhan, Ahmad Jaloul (64. Hassan Awada), Ahmad Moghrabi (46.Ghazi Hneineh), Roda Antar (46.Abbas Atwi), Mahmoud Kojok, Mohamad Haidar (87.Hussein Zein), Hassan Chaaito (70. Hassan Oumari), Mohamad Siblini (76. Abu Bakr Al Mal)

Dienstag, 2. Februar 2016

Ghaddar an Tripoli verliehen

Der ehemalige Goalgetter der libanesischen Nationalmannschaft, Mohamad Ghaddar, steht kurz davor bei AFC Cup-Teilnehmer Tripoli AC zu unterschreiben.

Allerdings wird Ghaddar, so wie Al Jadeed mitteilt, nur am internationalen AFC Cup für den nordlibanesischen Verein spielen.

Das soll eine Voraussetzung Ghaddar's gewesen sein um in Tripoli zu spielen. Tripoli wird am 9.2 zuhause in der Qualifikationsrunde auf Aly Osh aus Kirgisistan antreten.

Al Jadeed soll dazu noch erfahren haben, dass Ghaddar einige Tage vorher, kurz davor stand nach einem heftigen Streit vor einiger Zeit zu seinem Stammverein, Nejmeh Beirut zurückzukehren. Dieser Wechsel platzte allerdings aus ungeklärten Gründen. Nejmeh die seine Transferrechte hält, hat ihn deswegen nur an Tripoli verliehen, damit er am AFC Cup teilnehmen kann.

In seiner bisherigen Karriere spielte der heute 32-jährige Stürmer für Al Ahli Kairo (Ägypten), Al Shaab (Bahrain), Kelantan & Felda United (Malaysia), Tishreen & Al Jaish (Syrien) und zuletzt für Al Wasat (Irak)

Montag, 1. Februar 2016

Libanesischer Pokal

Der libanesische Pokal neigt sich dem Ende zu und im Halbfinale stehen mit drei Vereinen die üblichen Verdächtigen. Lediglich Al Ijtimaai stellt sich hier als eher kleine Überraschung dar. Drei der vier Halbfinalisten kommen in diesem Jahr aus Beirut und Al Ijtimaai macht nicht nur für sich Werbung sondern auch für Tripoli und dem Nordlibanon. Wir haben für euch ab dem Achtelfinale alle Partien zusammengefasst um euch mal einen Einblick in diesem Wettbewerb zu gewähren.








+++ Achtelfinale +++

Shabab Ghazieh - Al Ijtimaai Tripoli 0:2
Hikmeh - Al Ansar Beirut 1:7
Amal Maarka - Shabab Sahel 0:1
Tripoli AC - Akha Aleey 2:0
Nejmeh - Salam Zgharta 2:1
Bourj Al Shamali - Safa 1:2
Nabi Sheeth - Al Ahed 0:2
Racing Beirut - Ahli Al Nabatiyeh 5:0

+++ Viertelfinale +++

Racing Beirut - Al Ijtimaai Tripoli 1:1 (Tripoli nach Elfmeterschießen weiter)
Nejmeh Beirut - Tripoli AC 1:1 (Nejmeh nach Elfmeterschießen weiter)
Al Ansar Beirut - Safa Beirut 2:0
Al Ahed Beirut - Shabab Sahel 3:1

+++ Halbfinale +++

Nejmeh Beirut - Al Ijtimaai -:-
Al Ansar Beirut - Al Ahed Beirut -:-

Sonntag, 31. Januar 2016

Unser Kader für das Freundschaftsspiel in Bahrain

Am 05/02/2016 trifft unsere Nationalmannschaft um Coach Miodrag Radulovic auf die Nationalmannschaft von Bahrain. Das Spiel wird in der Hauptstadt, Manama, stattfinden. Unser Kader wird hauptsächlich von einheimischen Spielern gefüllt. Lediglich Roda Antar, der bis vor kurzem in China für Hangzhou Greentown unterwegs war, ist der einzige Legionär.

Unser Kader

Torwart: Ahmad Taktook (Nejmeh), Mehdi Khalil (Safa), Hassan Bitar (Al Ahed)

Feldspieler: Hassan Oumari, Mohamad Sbelini, Abbas Atwi (alle Nejmeh), Nour Mansour, Mohamad Zein Tahhan, Ahmad Jaloul, Mohamad Haidar, Alaa Al Baba (alle Safa), Hussein Zein, Hussein Awada, Hassan Chaaito (alle Al Ahed), Ghazi Hneineh, Mahmoud Kojok, Mohamad Kojok (alle Racing), Mootazbellah Jounaidi (Al Ansar), Hussein Al Dor (Shabab Sahel), Youssef Mohamad (vereinslos) und Roda Antar (Hangzhou Greentown/CHN)

Dienstag, 19. Januar 2016

Shamsin wechselt nach Rumänien

Shamsin unterschreibt beim FC Voluntari.

Faiz Shamsin wechselt in die erste rumänische Liga zum Aufsteiger FC Voluntari, für die es das erste Jahr in der höchsten Spielklasse ihres Landes ist. Shamsin unterschreibt für 2 Jahre und 6 Monate. Dies bestätigte der 23-jährige Nationalspieler auf seiner eigenen Facebook-Seite.

Für Shamsin selber ist es die zweite Station in Rumänien. Von Ende 2013 bis Mitte 2015 ging er bereits für Pandurii Targu Jiu auf Torejagd. Damals absolvierte Shamsin in seinen zwei Jahren für den Klub insgesamt 25 Spiele, in denen er 7 Treffer erzielte und 2 vorbereiten konnte. Hier nach zog es ihn zurück in die Heimat zu Al Ijtimai Tripoli, wo er sich fit hielt und für ein Jahr unterschrieb. Nun geht es für den Stürmer also wieder nach Rumänien.

Der Aufsteiger, der erst im Jahre 2010 gegründet wurde, belegt momentan den vorletzten Platz und konnte bisher nur 2 von 29 Spielen gewinnen.

Samstag, 9. Januar 2016

Oumari in die Türkei

Wie wir aus direkter Quelle erfahren haben, wechselt Nationalspieler Joan Oumari zu Sivasspor in die türkische Liga. Er unterschreibt für dreieinhalb Jahre. Über die Ablöse wurde Stillschweigen vereinbart. Laut mehreren Medienberichten sei der 27-jährige Abwehrspieler unglücklich bei seinem noch-Arbeitgeber, dem FSV Frankfurt und so scheint dieser Wechsel für alle Parteien wohl das Beste zu sein.

Oumaris bisherige Leistungsdaten:

Jugendvereine: Rot-Weiß Neukölln (2005-2006), Reinickendörfer Füchse (2006-2008)

2008-2011 Babelsberg 03 - 52 Spiele - 1 Tor/3 Torvorlagen
2011-2013 RW Erfurt - 64 Spiele - 3 Tore/1 Torvorlage
2013-2016 FSV Frankfurt - 69 Spiele - 2 Tore/1 Torvorlage

Zudem bestritt Oumari für die libanesische Nationalmannschaft bisher 7 Spiele, in denen er zwei Treffer erzielen konnte. Diese erzielte er im Freundschaftsspiel gegen Mazedonien (1-0 Endstand) und bei 7-0 Sieg über Laos in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland.

Sivasspor belegt bisher den 15. Platz in der türkischen Liga. Der Verein steckt mitten im Abstiegskampf und hat man nach 17 Spielen bereits 23 Gegentreffer hinnehmen müssen. Mit der Verpflichtung von Oumari erhofft man sich mehr Stabilität in der Defensive.

Die größten Erfolge Sivasspors:

2005 - Aufstieg in die erste türkische Liga
2008 - Vierter Platz in der ersten türkischen Liga
2008 - Finale des UI-Cups
2009 - Dritter Platz in der ersten türkischen Liga