Dienstag, 14. November 2017

Libanon punktet und marschiert weiter

Bildergebnis für hassan maatouk hongkong
Die libanesische Nationalmannschaft hat trotz der vorzeitigen Asienmeisterschaftsqualifikation das Spiel bei Gastgeber Hong Kong am fünften Spieltag der Gruppenphase das Spiel ernst genommen und wieder einmal drei Punkte und einen 1:0-Auswärtssieg nach Beirut mitgebracht.

Es war im Vergleich zu den letzten Spielen ein eher zähes Spiel in einem eher schöneren Stadion. Coach Miodrag Radulovic startete mit den eigentlich bekannten Jungs. Joan Oumari und Ali Hamam als Stabilisatoren in der Abwehr und Hassan Maatouk, Rabih Ataya und Hilal El Helwe in der Offensive, die für die erfolgreichen Aktionen sorgen sollten. Vielleicht war die einzige Überraschung Kassem El Zein, der nicht so oft zum Stammpersonal der Zedernelf gehört.

Im Spiel an sich passierten einige Fehler, so dass man nie wirklich in einem guten Spielfluss kam, wie z.B. beim 5:0-Heimsieg gegen Nordkorea. Und wie es das Schicksal es bei solchen Spielen so oft mit dem Menschen meint, musste ein Elfmeter, der glücklicherweise für uns gepfiffen wurde, richten.

Nach einem Foul von Ta Chin Lok in der 41.Spielminute im eigenen 16er, konnte Hassan Maatouk im Elfmeter sein Können zeigen und brachte uns kurz vor der Halbzeit die 1:0-Führung. Der Spieler von Hong Kong bekam für sein Foul die rote Karte. Ob es vielleicht nur gelb oder doch rot war, lässt sich streiten, aber es war ein Foul, für den man ein Elfmeter bekommen musste.

Über die zweite Halbzeit kann man leider nicht viel verlieren. Man hätte seine Offensivbemühungen viel, viel besser umsetzen müssen.  Es blieb beim 1:0-Sieg. Unsere Jungs haben einen Spieltag vor Qualifikationsende kein einziges Spiel verloren. Letzter Gegner wird Malaysia zuhause sein. Hoffentlich dürfen wir bis dahin immer noch unsere Heimspiele zuhause austragen. Denn das würde wohl bedeuten dass uns andere politische Mächte nicht abermals in zwei Teile zerrissen haben.


Für Radulovic und seinen Jungs bedeutet es, dass sie seit 13 Spielen keine Niederlage erleiden mussten. Sei es in der Asienqualifikation oder in Freundschaftsspielen. In der Tabelle stehen wir mit 13 Punkten und Tordifferenz von +9 auf den ersten Tabellenplatz. Auch nach Spieltag Nummer sechs wird uns keiner der drei Nationen Malaysia, Nordkorea und Hong Kong überholen können.

Samstag, 15. Juli 2017

Amin Younes besucht schwerkranken Nouri

Amin Younes, seines Zeichen Confed-Cup Sieger mit der DFB-Auswahl, hat seinen Libanon-Urlaub abgebrochen um seinen Teamkollegen Abdelhak Nouri, der in einem Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen zusammenbrach und laut ärztlichen Diagnosen mit schweren Hirnschäden und wohl nie wieder Fussball spielen kann, zu besuchen.

Bevor Younes in der Niederlande ankam, veranstaltete dieser kleinere Turniere in Tripoli und wurde von libanesischen Sportsleuten für seinen Erfolg, den Gewinn des Confederations Cup, mit der deutschen Nationalmannschaft in Russland gewürdigt.

Freitag, 14. April 2017

Al Ahed zum fünften Mal Meister! Nach Rückzug von Nejmeh!

Al Ahed zum fünften Mal Meister! Allerdings nach Rückzug von Nejmeh!

Das Topspiel des 21.Spieltages sollte zwischen Nejmeh und Al Ahed in Zgharta stattfinden. Nejmeh stellte sich von Anfang an dagegen und wollte das Topspiel in Beirut haben, da wo beide Teams auch herkommen.

Der Verband erklärte den Wechsel damit, in einem neutralen Ort spielen zu wollen. Nejmeh, der eine weitaus größere Fanbasis als Al Ahed hat, wollte es seinen Fans aber nicht antuen jedesmal quer durch die Republik zu fahren.

Einige Funktionäre von Nejmeh verweisten auf das Libanonderby zwischen Nejmeh und Ansar, der schon immer die Massen anzog, in dem es für libanesische Verhältnisse größtenteils ruhig ablief. Warum also soll man bei der eher kleinen Ahed Fanbase gleich die ganze Region wechseln fragte man sich?

Es kam wie es kommen musste. Al Ahed's Team war bereits angezogen und wartete in Zgharta auf den Anstoß, doch von Nejmeh war niemand da. Der Verband erklärte daraufhin Al Ahed zum Meister.

Viele haben damit gerechnet dass Nejmeh's Vorstand sich noch irgendwie dazu überreden lässt doch noch ein Team hinzuschicken. Doch das taten Sie nicht.

Al Ahed feierte die Meisterschaft in einem menschenleeren Stadion. Es gab Spieler, wie unter anderem Mohamad Kdouh die sich über die Meisterschaft freuten und Jubelsprünge machten und es gab Spieler von Al Ahed die in der Umkleidekabine saßen und nicht genau wussten wie man das zu erklären hat.

Laut Verbandsstatuten werden Nejmeh Beirut für das Nicht-Antreten 6-9 Punkte abgezogen. Hinzu kommt noch eine saftige Geldstrafe. Sollten Nejmeh wirklich neun Punkte abgezogen werden, würde das Team von Platz zwei auf Platz vier rutschen. Dafür würden Salam Zgharta Platz zwei und Al Ansar Beirut den dritten Platz übernehmen.

Für Al Ahed bedeutet dies, dass man in der nächsten Saison am AFC Cup teilnehmen wird.

Sonntag, 26. März 2017

Kader für das Hong Kong Match

Das ist unser 24-Mann Kader für das Spiel gegen Hong Kong. Fehlen werden trotz Nominerung Bassel Jradi und Hilal El Helwe. Gründe waren uns leider nicht bekannt geworden.

Der Nationaltrainer Miodrag Radulovic berief 10 Spieler die aktuell ausserhalb des Libanon´s ihr Geld verdienen. Abbas Hassan, der aktuell vereinslos ist, hält sich bei der Nationalmannschaft fit und trainiert nebenbei die Nationalkeeper als Torwarttrainer um schneller an Angebote ranzukommen.

 
 
Torhüter:
Mehdi Khalil (Safa)
Ahmad Taktook (Nejmeh)
Mustafa Matar (Zgharta)
Abbas Hassan (zuletzt Örgryte/SWE)

Abwehr:
Mohamad Zein Tahhan (Safa)
Maher Sabra (Nejmeh)
Kassem Zein (Nejmeh)
Nasser Nasser (Ansar)
Nour Mansour (Ahed)
Mootazbellah Jounaidi (Felda Utd/MAL)
Ali Hamam (Zob Ahan/IRN)
Jad Nouredinne (Pusamania/IDN)

Mittelfeld:
Haitahm Faour (Ahed)
Nader Matar (Nejmeh)
Edmond Chehade (Zgharta)
Mohamad Haidar (Safa)
Abu Bakr Al Mal (Tripoli)
Hassan Maatouk (Fujairah/VAE)
Rabea Ataya (Zob Ahan/IRN)
Adnan Haidar (HamKam/NOR)
Samir Ayass (Dunav/BUL)

Stürmer:
Feiz Shamsin (Tripoli)
Hassan Al Mohamad (Nejmeh)
Mohamad Ghaddar (Kelantan/MAL)

Dienstag, 14. Februar 2017

Interview mit Ahmed Mohamad (Jugendtrainier)

Wir berichten heute von einem libanesischen Trainer in Deutschland. Ahmed Mohamad (33 Jahre alt) trainiert als Co-Trainer zur Zeit die A Jugend des Niederrheinligisten Arminia Klosterhardt aus Oberhausen . Seine Jungs spielen um den Aufstieg in die A Jugend Bundesliga West. Wir haben ihn einige Fragen gestellt, u.a. wie er die Chancen um den Aufstieg sieht und was er vom libanesischen Fußball hält. 




Hallo Ahmed, das ist deine erste Station als Jugendtrainer. Wie kommst du zurecht ?

Ich habe eine Anfrage als Co-Trainer von meinem guten Freund Marcus Behnert bekommen und musste nicht lange überlegen diese Chance zu nutzen, denn es ist eine reizvolle Aufgabe. Wir haben talentierte Fußballer in unseren Reihen, die bereit sind alles zu geben um erfolgreich zu sein. Das macht uns die Arbeit mit den Jungs einfacher. 

Wie siehst du die Chancen vielleicht nächstes Jahr mit den Jungs in der Bundesliga gegen Gegner wie Schalke und Dortmund zu spielen?

Die Chancen sehen sehr gut aus, so gut wie nie zu vor. Die Plätze 1-3 sind eng besetzt und wir haben mit dem FC Kray und 1. FC Mönchengladbach starke Konkurrenten im Platz um den Aufstieg. Aber schaut man sich die Hinserie an, sieht man das wir mit jedem Team mithalten können. Wenn wir weiter hart arbeiten und alles abrufen, können wir Geschichte schreiben. Das wäre mir eine große Ehre mit der Mannschaft aufzusteigen in die A Junioren Bundesliga. 

Was hälst du vom Libanesischen Fußball bzw. Seinen Talenten? Ihr habt einen Jugendspieler in euren Reihen, hätte er das Potenzial nach ganz oben? 

Der libanesische Fußball liegt mir sehr am Herzen. Es wäre schön zu sehen, wenn unsere Nationalmannschaft mal in einem großen Turnier teilnehmen würde. Doch leider fehlt es an Professionalität beim Verband. Qualität und Talent wären vorhanden. 

Welche Talente kennst du ?

Es fallen mir jetzt ein, Malek Fakhro spielt bei SW Essen in der Oberliga, für sein Alter ein sehr bulliger Spieler. Oder ein Ismael Remmo von der Jugend bei Rot weiß Essen. Doch der Verband muss mehr mit Europa bzw Deutschland zusammenarbeiten, eventuell Scouts einstellen, die hier Leben und von hier aus nur arbeiten. Ich finde es schade um den libanesischen Fußball. Wir haben viele Fußballbegeisterte Fans, Talente. Eigentlich alles um an einem großen Turnier teilnehmen zu können, doch wie gesagt vom Verband muss mehr kommen. 

Wo siehst du dich in 5 Jahren? 

Ich habe bereits einen großen Schritt gemacht und Trainer zur Zeit in der Niederrheinliga, wenn auch nur als Co-Trainer. Ich sehe mich in Zukunft als Spielerberater oder scout, da ich das Auge habe für gute Spieler. Eventuell könnte ich mir vorstellen später im Arabischen Raum als Jugendtrainer zu arbeiten, bestenfalls im Libanon um die Jugend mit meinen Ideen zu fördern. 

Das wäre schon eine große Aufgabe ins Ausland zu ziehen und dort zu arbeiten, findest du nicht? 

Ich habe keine Angst vor Großen Herausforderungen, nur Respekt davor. 

Wie lange bist du schon als Trainer tätig? 

Sieben Jahre und ich eröffne bald mit meinem Partner Marcus Behnert eine Fussballschule. Libanesische Talente die von sich überzeugt sind, können sich gerne bei mir melden